Chronische Harnwegsbeschwerden haben keine Ursache in der Psyche

Mit der Erkrankung der chronisch wiederkehrenden Blasenentzündung begibt frau (oder man mit der der Prostatitis) sich in den patientenunfreundlichsten Sektor des deutschen Gesundheitswesens, wo wenig Hilfe zu erhalten ist, aber für labile Personen zu den körperlichen Beschwerden als weitere Gefahr noch die Unterstellung von psychischen Problemen als Auslösern hinzukommt.

Sich dagegen zu wappnen und die eigene Gesundheit, die physische wie psychische selbst zu pflegen, die erstere wiederherstellend und die zweite erhaltend, dazu wird Sie dieses Buch in die Lage versetzen.

Selbstbehandlung ist bei dieser Erkrankung nicht nur wegen des Desinteresses der Schulmedizin der einzig gangbare Weg. Jede Betroffene benötigt viel Selbstbewusstsein und Standhaftigkeit, um die ihr von einem Grossteil der Schulmediziner entgegengebrachte Haltung verkraften zu können.

In der Fachzeitschrift "Urologe" für in eigener Praxis niedergelassene Kollegen war zu lesen, daß die "rezidivierende Urethrozystitis", die wiederkehrende Blasen- und Harnröhrenentzündung eine "somatoforme Störung" sei, eben eine, bei der die Psyche der Patientin eine entscheidende Rolle spiele, jedenfalls in 30-50 Prozent der Fälle, wie 1996 für die urologische Allgemeinpraxis geschätzt wurde.

Wenn keine anatomischen Besonderheiten gefunden werden, die Ihre Beschwerden erklären können, geht der Arzt davon aus, daß Sie zu diesen 30-50% Prozent der Fälle gehören.

Die Ratschläge, die dann erfolgen, haben Sie vielleicht schon wiederholt gehört: Vermeiden Sie Stress! Aendern Sie dafür notfalls Ihr Leben! Sie werden vielleicht auch schon wissen, daß das nicht viel bringt außer vielleicht der besseren Fähigkeit zum Ertragen von Beschwerden.

Selbst wenn ein Arzt meint, Sie hätten eine "lokale Abwehrschwäche" der Schleimhäute von Harnröhre und Blase, steht dahinter die Idee, diese Abwehrschwäche sei durch Vorgänge in der Psyche bedingt , jedenfalls wenn der Arzt die Fachveröffentlichungen der jüngsten Zeit verfolgt hat.

Warum allerdings auf der Suche nach auslösenden Faktoren von der sich „Wissenschaft“ nennenden Medizin nicht zuallererst auf Stoffwechselvorgänge, bzw. die Ausscheidungsprodukte geschaut wird, die diese Schleimhäute passieren, entzieht sich meinem Verständnis - oder vielleicht auch nicht.

Chronische Harnwegsbeschwerden werden meist von zu hoher Belastung des Harntrakts durch Säure hervorgerufen. Diese durch entsprechende Diätmaßnahmen abzumildern, hat dann Auswirkungen auf die Psyche und nicht umgekehrt. So herum wird ein Schuh draus. Lassen Sie sich auf keinen Fall einreden, Ihre Psyche sei Verursacher Ihrer Harnwegsbeschwerden! Es ist Ihr Stoffwechsel! Geeignete Ernährung hilft. Sie können in meinem Buch lernen, welche.



Nach Drucklegung des Buches hinzugekommene Informationen:

Nicht empfehlenswerte Strategien zur Behandlung von Problemen der Harnblase

Was man versuchen könnte, und was Mut macht.

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