Kalium ist ein Schlüsselfaktor für Nierengesundheit

Der Grund für diese Behauptung wird deutlich, wenn wir die Arbeitsweise der Nieren verstehen, mit der sie täglich den Überschuß an aufgenommenen Natriumsalzen aus unserem Körper schaffen, und das auf Kosten des Kaliumhaushaltes.

Denn beides, Natrium und Kalium sind aus Sicht der Nierenfunktion direkte Gegenspieler. Die menschliche Niere hat sich entwicklungsgeschichtlich dem vorherrschenden Angebot an Mineralstoffen und Salzen angepasst. Kalium war in den langen Zeiträumen der menschlichen Geschichte stets ausreichend in der überwiegend pflanzlichen Ernährung vorhanden, so daß unsere Nieren darauf eingerichtet sind, es großzügig auszuscheiden.

Natrium hingegen war seltener Nahrungsbestandteil, den unsere Nieren daher "geizig" zurückhalten. Und das ungeachtet der Tatsache, daß wir mit Backwaren, Konserven, Fertiggerichten und Genussmitteln wie Kartoffelchips u. ä. häufig ein Vielfaches dessen an Natrium zu uns nehmen, an das der menschliche Körper in seiner Evolution angepasst ist. Daher mißlingt der Niere heute häufig das Haushalten nach dem Bedarf des Körpers, weil sie "aus alter Gewohnheit" mit einem Stoff großzügig umgeht, an dem wir heute häufig Mangel haben: mit dem Kalium. Diese Verschwendung vor dem Hintergrund, daß wir auch noch weniger Kalium, Calcium und Magnesium aus pflanzlicher Kost zu uns nehmen.

Was das Problem noch verschlimmert: unsere Nieren scheiden unglücklicherweise um so mehr des wichtigen Kaliums aus, je mehr Natrium wir zu uns nehmen. Für die Nieren als unsere wichtigsten Entgiftungsorgane fatal.

Fatal ist das nicht nur in Hinsicht auf den Kaliumhaushalt, sondern auch im Hinblick auf den dadurch oftmals chronisch erniedrigten pH Wert des Urins und damit einer der Gründe für Nieren- und Blasenprobleme.

Das entsprechende Kapitel bietet Ihnen wissenschaftliche Erläuterungen zu den angeführten Zusammenhängen und praktische Ernährungsratschläge (aus der Ernährungswissenschaft) zur Verbesserung der Kaliumbilanz und damit der Nierengesundheit, wie sich aus der wissenschaftlichen Literatur schließen läßt.

Diese Kenntnisse setzen den Leser in die Lage, säurebildende Nahrungsmittel zu vermeiden, was eine altbewährte Strategie ist, Nieren- und Blasenprobleme zu vermeiden, jedoch mit sauren Nahrungsmitteln nichts zu tun hat.
Vielmehr handelt es sich um eine Bilanzierung von Kationen, vor allem aus Gemüse, und Anionen, vor allem aus Kochsalz und Eiweiss.



Nach Drucklegung des Buches hinzugekommene Informationen:

Nicht empfehlenswerte Strategien zur Behandlung von Problemen der Harnblase

Was man versuchen könnte, und was Mut macht.

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