Beschwerden im Harntrakt müssen nicht immer auf eine bakterielle Infektion zurückgeführt werden

Lernen Sie selbst testen, ob Sie einen Harnwegsinfekt haben!

Bereits ab drei Blasenentzündungen jährlich bekommen Patienten Antibiotika zum Selbsteinsatz, für Kurzeinsätze bei Beschwerden, für prophylaktische Einsätze oder gar monatelange Einnahme.

Aber etwa 20-30% der Patientinnen mit den Symptomen einer Zystitis haben keine Bakterien im Urin. In solchen Fällen Antibiotika zu nehmen, ist noch verantwortungsloser als es mit Bakterien im Urin schon ist - angesichts der Tatsache, dass die meisten Bakterien gegenüber den häufigst für diesen Zweck eingesetzten Antibiotika (z. B. cotrimoxazol und trimethoprim) bereits resistent sind.

Aber dieser "Behandlung" und "Prophylaxe" muss man sich nicht aussetzen: Patienten können selbständig prüfen, ob Bakterien im Urin sind, bevor sie ein Antibiotikum einnehmen.

Sie lernen, die Testfelder des auch von vielen Ärzten eingesetzten Teststreifens zu deuten und mittels der Felder für Leukozyten, Nitrit, Protein und Blut die Frage "Harnwegsinfekt ja/nein" zu beantworten. Sie lernen die Kriterien für eine verantwortungsvolle Entscheidung "Antibiotikum ja/nein".

Auch eine Entzündung mit anderer als bakterieller Ursache ist aufgrund der Ergebnisse mit solchen Teststreifen annehmbar.

Wichtige Felder auf ihnen sind weiterhin die für den pH-Wert im Urin und für Glukose im Urin. Das für den pH-Wert halte ich für fast das wichtigste überhaupt, weil ein zu hoher Säuregrad des Urins bereits die Ursache für Beschwerden sein kann. Das Feld für Glukose kann ebenfalls von intensivem Interesse sein, denn auch ein zu hoher Zuckeranteil des Urins kann ein Risikofaktor für chronische wiederkehrende Infektionen der Harnwege sein.

Lernen Sie den Umgang mit diesen wichtigen Meßwerten aus dem umfangreichen und allgemeinverständlichen Kapitel.



Nach Drucklegung des Buches hinzugekommene Informationen:

Nicht empfehlenswerte Strategien zur Behandlung von Problemen der Harnblase

Was man versuchen könnte, und was Mut macht.

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